Soooo für alle die fragen und neugierig sind wie ich zu meinem bösen Hexendasein komme, hier meine Geschichte:
Geboren wurde ich im Jahre 1370 in einem kleinen Dorf im süden Germaniens.
Meine Eltern, eine Hexe und ein Bürger waren nicht sonderlich betucht, dennoch herzensgute Leute.
Viel aus meiner anfänglichen Kindheit bei meinen Eltern weiss ich nur noch aus Erzählungen, an die ich mich heute mit einem weinenden und einem lachenden Auge erinnere.
Man erzählt, daß meine Eltern die ersten 3 Lebenjahre von mir sich alle Mühe gaben um mir ein "normales" Leben zu bieten. Wie aber auch erzählt wird, war ich kein sonderlich einfaches Kind. Bald
schon bekamen sie, meine damals natürlich noch unkontrollieren Hexenveruche, am eigenen Leibe zu spüren. Ne Froschnase oder unser damaliger Hund als Hirschgeweih an der Wand sind so Geschichten
über die ich heute schmunzel. Für meine Eltern war das die Zeit des Horrors. Sie waren schlichtweg mit mir überfordert.
Das Fass lief über, als ich im Alter von ca 3 Jahren unser Haus auf den Kopf hexte und damit ein bleiben in dem Dorf in dem wir lebten unmöglich machte. Zu gross war die Gefahr....
So kam es das sie wegzogen und mich trotz allem Für und Wider zu meinem Onkel, weit entfernt ihrer neuen Heimat, brachten.
Mein Onkel lebte in einem kleine Waldstück abseits eines Dorfes und war seines Zeichens Hexenmeister. Er nahm mich liebevoll auf, und lehrte mich all die Jahre meine Kräfte sinnvoll und gezielt
einzusetzen. Er unterrichtete mich in Sternenkunde und der Heilkunde. Vorallem in der Steinheilkunde lag meine grosse Begabung. Das, was ich heute bin und heute kann habe ich ihm zu
verdanken.
Im Alter von 21 Jahren trat ich das erste mal als erwachsene Frau vor den Rat der Hexen. Ich legte meine Prüfung mit bravour ab und konnte mich von nun an Hexenmeisterin nennen. Meine Lehre war
abgeschlossen und es wurde Zeit mir mein eigenes Leben zu suchen.
Wieder war es mein Onkel, der mich bei einer Königin und ihrem Hofstab unterbrachte. Ich wurde königliche Heilerin und war mit Leib und Seele bei meiner Arbeit und meiner Königin.
Eines Tages begegnete mir ein Mann am Hofe, den ich vom ersten Moment an nicht mehr aus den Augen lassen konnte. Wir freundeten uns an und eines Tages war es Liebe. Er war die Liebe meines
Lebens...
Wir hatten vor, noch in diesem Jahr zu heiraten, was aber durch einen Krieg der sich heilig schimpfte erstmal verschoben werden musste. Da er Ritter war, kam die Zeit in der er sich für den Kampf
um Land und Volk seiner Majestät rüsten musste.
Ich als Heilerin bat bei der Königin um Erlaubnis unsere Streitmächte begleiten zu dürfen und auf ihre Gesundheit zu achten- natürlich wollte ich in erster Linie an meines Verlobten Seite sein um
ihn zu schützen.
Es kam wie es wohl kommen musste...
Es war gegen Ende des Krieges und eigentlich hatten wir den Krieg schon so gut wie gewonnen, als mein "Herz" gefangen genommen wurde.
Kopflos liess ich alles liegen und versuchte ihn eigenmächtig zu befreien.
Ein Fehler, denn auch ich wurde gefangen genommen und hatte nicht die leisteste Chance irgendetwas zu tun. Es war der dritte Tag in Gefangenschaft als ein betruhnkener Ritter der Gegenseite
hassentbrannt sein Schwert zog und vor lauter Wut über den verlorenen heiligen Krieg vor meinen Augen mein "Ein und Alles" niederstreckte. Gefesselt und geknebelt konnte ich nur zusehen und
in dem Moment, als sein Herz aufhörte zu schlagen brach eine Welt - meine Welt - zusammen...
Ich wollte sterben, die Welt dabei mit mir reissen, ohne einen Anflug von Mitleid für all die Unschuldigen. Es vergingen Monate in denen ich nur vor mich hinvegitierte.. ich weiss nicht einmal wie
ich aus den Klauen der Feinde entkam ... ich wusste nur das mein Leben, wie es war so nicht mehr existierte und es keinen einzigen Grund gab auch nur eine Minute weiterzuleben. Ich hasste die
Menschen, den heiligen Gott und jede Minute auf dieser Welt.
Nach dem Krieg kehrte ich nicht mehr an den Hof und meine bisherige Königin zurück. Zu gross war der Schmerz.
Mein Herz war umgeben von dunklen Gedanken und Rache.
Es war im Winter als ich an einem Traum erwachte, der mich das erste Mal seit langem wieder Wärme spüren liess. Eine neue Macht, etwas faszinierendes und gleichzeitig unheimliche Starkes erschien
mir im Traum.
Ich fühlte mich seit langem wieder ein wenig zuhause. Bewegt von dem Traum, der mich nicht mehr losliess wurde der neue Weg immer klarer.
Er wurde greifbar und mein Weg ging fortan in eine neue Richtung.
Es war Satan selbst der mich immer wieder aufsuchte und mir immer vertrauter wurde. Ich fing an mein Leben in seinem Sinne zu leben. Damit wurde natürlich auch mein Bedürfnis nach Rache und
mein Hass gegen die Meschen gestillt. Eine kleine Genugtuung. die den Schmerz bis heute nicht nimmt.
Ich bekam die Fähigkeit der Necromantie und erlernte das gezielte Einsetzen von Gifttränken. Satan gab mir die Macht neue Hexen zu rekrutieren und ihnen die Künste der schwarzen Magie zu
lehren.
Es kam der Tag an dem ich Satan meine Seele schenkte und mein ganzes Leben in seine Hände legte. DER Tag an dem mein Dasein einen neuen Sinn und eine neue Bedeutung bekamen.....
Ja, ich habe der Liebe abgeschworen und nur noch einen Herrn, dem ich mit meinem ganzen Sein diene...
Liebe ist ein unnützes Wort, das ein Gefühl beschreibt, das nicht beständig ist., oft missbraucht wird und immer mit Schmerzen verbunden ist...
In dem Sinne carpe noctem
Eure Domini
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